Radltour Moldau 2002

3. Tag (Mittwoch, 9. Oktober 2002)

Hohenfurth - Krummau - České Budějovice (Budweis) - Temelín - Týn (Moldauthein)

Wetter: sonnig-bewölkt

8:30 Uhr Frühstück. 9:00 Uhr Start. Straße im Moldautal. Volker bekommt aus einem überholenden Lieferwagen einen angebissenen Apfel ans Ohr geworfen und wird schlagartig hellwach. 9:30 Uhr Rožmberk (Rosenberg) (10 km), zwei schön ausgeleuchtete Burgen (Burgschloss und Untere Burg), gotische Marienkirche aus dem 15. Jahrhundert.

Rosenberg (Rozmberk)

Rosenberg

Rosenberg (Rožmberk)

9:50 Uhr weiter an der zunächst mäanderförmig fließenden, schaumbedeckten Moldau. Mehrere Kanuverleiher an der Strecke. 11:00 Uhr Český Krumlov (Krummau) (35 km; AVS 21 km/h). Marktplatz (Náměstí Svornosti) mit Brunnen und ehemaligem Rathaus. Durch eine schmale Gasse Blick auf den bunten Maselnice-Turm der Unterburg.

Krummau

Krummau

Krummau

Krummau

Krummau

Krummau

Krummau

Während Gerhard und Kurt einen Altstadtbummel und Gratisbesuch im Egon Schiele Zentrum unternehmen, wärmen sich Jaro und Volker auf der Moldaubrücke vor der Burg mit Schnaps auf. Zu ausgekühlt für eine Schlossbesichtigung (mit Bärengraben) verlassen wir Krummau um 12.15 Uhr durch ein altes Stadttor. Leider gibt es keinen Radweg an der mäandernden Moldau, so dass wir erst bergauf nach Domoradice (Dumrowitz) müssen, bevor es wieder bergab zur Moldaubrücke geht. Links durch Rájov (Rojau) hindurch, steiler Weg hinauf nach Stěkře, Radlweg über Radostice (Radostitz) und Rančice (Rantschitz), vorbei an Kamenný Újezd (Steinkirchen) (13.30 Uhr; 50 km). 14.00 Uhr České Budějovice (Budweis) (TRP 61 km; AVS 17,6 km/h; STP 3:30 h). Stadtplatz Přemysl Otakar (Ottokar) II. mit Rathaus und Schwarzem Turm (Černá věž). Mittagessen in Böhmischer Kneipe, dazu „vier Budweiser in Budweis“.

Budweis

Budweis

České Budějovice (Budweis)

Mittagessen

Mittagessen

15.30 Weiterfahrt entlang der Moldau. Der Radweg weist immer noch Zerstörungen vom Augusthochwasser auf. 16.10 Uhr Schnapspause vor Schloss Hluboká (Frauenberg) (75 km). Haupt-Straße 105 (mit angenehmer Steigung und Radweg 1079) links der Moldau. Es geht stetig bergauf bis 17.15 Uhr und Tageskilometer 88. Erster Blick auf die vier dampfenden Kühltürme des berühmt-berüchtigten Kernkraftwerks Temelín, an dem wir um 17.30 Uhr direkt vorbeifahren (93 km).

Zerstörter Uferweg

Zerstörter Uferweg

Hluboka

Schloss Hluboká

Kernkraftwerk Temelin

Kernkraftwerk Temelín

Die letzten zwei Tageskilometer gibt es noch eine rasante Abfahrt zur Moldaubrücke nach Týn nad Vltavou (Moldautein) (18.00 Uhr; 100 km). Heruntergekommenes Hotel Zlatá Lod´ am Stadtplatz neben der Kirche, allerdings mit Moldaublick. Ü 250 Kronen = 9 €. Dort auch Abendessen mit viel Bier.

Schlossmuseum Týn (Moldautein)

Schlossmuseum Týn (Moldautein)

Stadtbummel bei Nacht, am linken Moldauufer Salzhaus (Solnice), ein Lagerhaus von 1708 mit noch erhaltenen Fresken. In Týn wurde früher das Salz aus den Alpen auf Flöße nach Prag umgeladen. Wieder zurück zum romantisch beleuchteten Schlossmuseum, dem ehemaligen erzbischöflichen Palais von 1699 (italienischer Baumeister). Ausklang in der Kneipe daneben mit erheblichen Verständigungsschwierigkeiten, da Jaro wohl aus gutem Grund seine Tschechischkenntnisse verleugnet. Wir werden noch Zeuge einer kleinen Schlägerei und eines Rauswurfs (nicht von uns).

TRP 100 km; AVS 18,1 km; STP 5:30 h; MAX 54 km/h

Tageskilometer 100

weiter zum 4. Tag
zurück zum Tourstart